Sind Pilze gesund?

14.07.2016 16:11

Sind Pilze gesund?

Ganz abgesehen von der Heilkraft empfehlen Experten den Verzehr von Pilzen aus vielerlei gesundheitlichen Gründen. Pilze sind sehr kalorienarm und sie enthalten andere Kohlenhydrate als Pflanzen: keine Stärke, dafür aber Mannit, eine besonders für Diabetiker geeignete Zuckerart, die ursprünglich in Manna entdeckt wurde. Pilze regulieren die Verdauung durch ihren Gehalt an Ballaststoffen und sie liefern wertvolle Mineralstoffe und Vitamine. Drei Beispiele sind im folgenden aufgeführt.

 

Austernpilz

Der Austernseitling wird für den Handel gezüchtet, wächst aber auch in Laub- und Mischwäldern und Parkanlagen auf Baumstümpfen und Holzabfällen. Er hat vor allem eine starke Cholesterin senkende Wirkung. Extrakte wurden in Japan erfolgreich gegen verschiedene Tumoren angewendet. Und russische Forscher haben aus Austernpilzen ein Antibiotikum namens Pleurotin gewonnen.

 

Champignon als bekannter Speisepilz

Er ist unser wichtigster und bekanntester Kulturspeisepilz. Weitgehend unbekannt ist aber, dass er dank seines Wirkstoffes Tyrosinase eine blutdrucksenkende Wirkung hat. Chinesische Heiler empfehlen jungen Müttern, häufig Champignons zu essen, um die Milchproduktion fürs Babyanzuregen. Schließlich wurden Champignonextrakte in Tierexperimenten auch erfolgreich zur Behandlung von Bindegewebsgeschwülsten eingesetzt.

 

Shiitake Pilz

Er ist der sicherlich heilkräftigste Pilz, dessen unverwechselbarer, fast knoblauchartiger Geschmack jedes Shiitake-Gericht prägt. In Japan wird er zur Normalisierung des Blutdrucks, gegen Magengeschwüre, Gicht, Verstopfung, Neuralgien und als Altersbremse empfohlen. Seine Wirkungen gegen Erkältungskrankheiten sind in wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigt worden.

Er hat vor allem eine Schutzwirkung gegen den Grippevirus A. Bei Typ 2-Diabetikern erhöht er die Insulinproduktion. Er senkt die Cholesterin werte und bremst das Tumorwachstum. Aus dem Pilz und seinem Myzel gewannen Forscher das Tumormedikament Lentinan, das inzwischen in Japan in Kombination mit Chemotherapeutika zur Behandlung von Magenkrebs zugelassen ist.