Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten
Portionen: für 2 Personen
Schwierigkeitsgrad: mittel
Die großen, festen Hüte des Parasol-Pilzes sind wie gemacht für diesen Klassiker: gefüllt mit Schinken und Käse, paniert und in der Pfanne goldbraun ausgebraten. Ein deftiges Gericht, das selbst Pilzskeptiker überzeugt.
Zutatenliste
4 große Parasol-Hüte (siehe Hinweis unten)
4 Scheiben Kochschinken
4 Scheiben Emmentaler oder Gouda
2 Eier
100g Mehl
150g Semmelbrösel
Butterschmalz oder Öl zum Braten
Salz und Pfeffer
Zubereitung
Die Parasol-Hüte vom Stiel befreien, gründlich putzen und trocken tupfen. Damit der Pilz auch in der Mitte sicher durchgart, die Hüte in etwas Butterschmalz von beiden Seiten je 3–4 Minuten vorbraten, auf Küchenpapier abtropfen und kurz abkühlen lassen.
Die Hüte mit Salz und Pfeffer würzen. Zwei Hüte mit je zwei Scheiben Schinken und zwei Scheiben Käse belegen und mit den beiden übrigen Hüten wie ein Sandwich abdecken.
Mehl, verquirlte Eier und Semmelbrösel in drei flachen Tellern bereitstellen. Die gefüllten Hüte zuerst in Mehl, dann in Ei und zuletzt in den Bröseln wenden, dabei gut andrücken, damit die Panade hält.
Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Cordon Bleus bei mittlerer Hitze von beiden Seiten je 4–5 Minuten goldbraun braten, bis die Panade knusprig ist und der Käse innen schmilzt.
Guten Appetit!
Unser Tipp:
Dazu passen Bratkartoffeln oder ein frischer Salat – und ein Spritzer Zitrone über dem fertigen Cordon Bleu rundet den Geschmack ab.
Gut zu wissen
Der Parasol (Macrolepiota procera), auch Riesenschirmling genannt, zählt mit seinem großen, schirmartigen Hut und dem nussig-würzigen Aroma zu den beliebtesten Wildpilzen überhaupt. Verwendet wird ausschließlich der Hut – der faserige Stiel ist zäh und ungeeignet. Wichtig: Parasol sollte vor dem Verzehr stets gründlich durchgegart werden, roh oder halb gegart ist er unbekömmlich. Richtig zubereitet überzeugt er mit einer festen, schnitzelartigen Textur, die sich ideal zum Panieren eignet.
Nur sicher bestimmte Pilze verwenden: Der Parasol hat giftige Doppelgänger, darunter kleinere, teils tödlich giftige Schirmlinge. Sammle ihn nur, wenn du ihn zweifelsfrei bestimmen kannst – im Zweifel stehen lassen oder eine Pilzberatungsstelle fragen. Mehr dazu in unserem Beitrag Speisepilze und ihre giftigen Doppelgänger.