Pom Pom Pilz
Der Pom Pom Pilz ist der Igelstachelbart (Hericium erinaceus). Derselbe Pilz wird auch Hericium, Lion’s Mane, Löwenmähne, Affenkopfpilz oder Yamabushitake genannt. Die Bezeichnung „Pom Pom“ beziehungsweise „Pom-Pom-Pilz“ bezieht sich auf seinen auffälligen weißen Fruchtkörper, der mit seinen zahlreichen herabhängenden Stacheln an einen weichen Pompon erinnert.
Der Pom Pom Pilz ist ein essbarer Holzpilz, der sowohl wild vorkommt als auch gezielt kultiviert werden kann. Besonders interessant ist er deshalb nicht nur für Pilzsammler, sondern auch für alle, die Hericium selbst züchten möchten.
Pom Pom Pilz einfach erklärt
Pom Pom Pilz = Igelstachelbart = Hericium erinaceus = Lion’s Mane. Es handelt sich nicht um verschiedene Pilzarten, sondern um unterschiedliche Namen für denselben Pilz.
Was ist ein Pom Pom Pilz?
Der Pom Pom Pilz gehört zu den Stachelbartpilzen und trägt den wissenschaftlichen Namen Hericium erinaceus. Anders als klassische Hutpilze besitzt er keinen deutlich abgegrenzten Hut mit Lamellen oder Röhren. Stattdessen bildet er meist kompakte, rundliche bis unregelmäßig knollige Fruchtkörper, von denen zahlreiche lange weiße Stacheln herabhängen. An diesen Stacheln befindet sich die sporenbildende Schicht des Pilzes.
| Wissenschaftlicher Name | Hericium erinaceus |
| Deutscher Hauptname | Igelstachelbart |
| Weitere Namen | Pom Pom, Pom-Pom-Pilz, Lion’s Mane, Löwenmähne, Affenkopfpilz, Yamabushitake |
| Familie | Stachelbartverwandte (Hericiaceae) |
| Fruchtkörper | Weiß bis cremefarben, rundlich bis knollig |
| Besonderheit | Lange herabhängende Stacheln statt Lamellen oder Röhren |
| Lebensraum | Laubholz, besonders ältere beziehungsweise abgestorbene Buchen und Eichen |
| Essbarkeit | Essbarer Speise- und Kulturpilz |
| Kultivierbar | Ja – beispielsweise als Fertigkultur oder auf geeignetem Laubholz |
Warum heißt der Hericium Pom Pom Pilz?
Der Name geht auf das ungewöhnliche Aussehen des Fruchtkörpers zurück. Ein junger Igelstachelbart bildet zunächst eine kompakte weiße Masse. Mit zunehmendem Wachstum entwickeln sich zahlreiche weiche, frei herabhängende Stacheln. Dadurch erinnert der Fruchtkörper an einen weißen Pompon beziehungsweise einen flauschigen Ball.
Die Stacheln sind dabei nicht nur dekorativ: An ihrer Oberfläche befindet sich das Hymenium, also die sporenbildende Schicht des Pilzes. Mehr über den Aufbau von Pilzen findest du unter Fruchtkörper und Pilzsporen.
Wie sieht der Pom Pom Pilz aus?
Der Pom Pom Pilz gehört zu den Pilzarten, die sich optisch deutlich von einem klassischen Champignon oder Steinpilz unterscheiden. Typische Merkmale sind:
- weißer bis cremefarbener Fruchtkörper
- kompakte, rundliche bis unregelmäßig knollige Form
- zahlreiche frei herabhängende Stacheln
- kein klassischer Hut mit Lamellen oder Röhren
- jung meist reinweiß, mit zunehmendem Alter cremefarben bis leicht gelblich
- weißes Sporenpulver

Die einzelnen Stacheln können mehrere Zentimeter lang werden. Besonders bei gut entwickelten Fruchtkörpern entsteht dadurch das typische „Löwenmähnen“- beziehungsweise Pom-Pom-Aussehen.
Das wichtigste Erkennungsmerkmal
Beim Pom Pom Pilz hängen zahlreiche lange weiße Stacheln frei vom Fruchtkörper herab. Er besitzt damit weder klassische Lamellen wie ein Champignon noch Röhren wie ein Steinpilz.
Wo wächst der Pom Pom Pilz?
Der Igelstachelbart ist ein holzbewohnender Pilz und kommt vor allem an Laubbäumen vor. Typische Wirte sind insbesondere:
- Buche
- Eiche
- sowie weitere ältere Laubgehölze

Er kann abgestorbenes Holz besiedeln, kommt aber auch an geschwächten oder verletzten lebenden Bäumen vor. Der Pilz verursacht eine Weißfäule, dabei werden Bestandteile des Holzes durch das Pilzmyzel abgebaut. Mehr über solche Holzzersetzer erfährst du unter Saprophyten.
Ist der Pom Pom Pilz in Deutschland selten?
Ja. Der Igelstachelbart gehört in Deutschland zu den vergleichsweise seltenen Wildpilzen und ist besonders an ältere, strukturreiche Laubwälder mit geeigneten alten beziehungsweise abgestorbenen Bäumen gebunden. Solche Lebensräume sind deutlich seltener als intensiv bewirtschaftete junge Wälder.
Der Igelstachelbart wurde deshalb von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie zum Pilz des Jahres 2026 gewählt. Wildbestände sollten geschont werden. Für die Küche oder zum Kennenlernen des Pilzes bietet sich deshalb besonders die gezielte Kultur an.
Ist der Pom Pom Pilz essbar?
Ja. Der Pom Pom Pilz beziehungsweise Igelstachelbart ist ein Speisepilz. Vor allem junge, frische Fruchtkörper besitzen eine angenehme feste und zugleich saftige Konsistenz.
Hericium kann beispielsweise:
- in Scheiben gebraten
- gegrillt
- paniert
- in asiatischen Gerichten
- in Pasta- und Reisgerichten
- oder als fleischige Komponente in Gemüsegerichten
verwendet werden. Wie bei anderen Speisepilzen sollte der Pilz vor dem Verzehr vollständig gegart werden.
Wie schmeckt der Pom Pom Pilz?
Der Geschmack des Pom Pom Pilzes wird häufig als mild, aromatisch und angenehm beschrieben. Besonders auffällig ist jedoch die Textur. Das feste, faserige Fruchtfleisch unterscheidet sich deutlich von vielen klassischen Kulturpilzen und bleibt beim Braten vergleichsweise kompakt. Je nach Zubereitung werden geschmackliche Assoziationen mit Geflügel, Meeresfrüchten, leicht nussigen oder fruchtigen Aromen beschrieben. Solche Geschmacksvergleiche sind allerdings subjektiv.
Wer Hericium in der Küche ausprobieren möchte, findet beispielsweise unsere Rezepte für Hericium-Steaks, den Asia-Wok mit Hericium oder die Hericium „Crab Cakes“.
Kann man den Pom Pom Pilz selbst züchten?
Ja. Hericium erinaceus lässt sich gut als Kulturpilz züchten. Das ist ein großer Unterschied zu verschiedenen bekannten Wildpilzen wie Steinpilzen oder Pfifferlingen, die als Mykorrhizapilze auf eine komplexe Beziehung zu lebenden Bäumen angewiesen sind.
Hericium kann dagegen auf abgestorbenem organischem Material wachsen. Für die Kultur werden insbesondere geeignete Laubhölzer und speziell vorbereitete holzbasierte Substrate verwendet. Grundsätzlich gibt es zwei besonders interessante Möglichkeiten für Hobbyzüchter.
Pom Pom Pilz als Fertigkultur züchten
Eine bereits vollständig durchwachsene Fertigkultur ist der einfachste Einstieg. Das Substrat ist bereits mit Hericium-Myzel besiedelt. Dadurch muss nicht erst selbst ein steriles Substrat vorbereitet und beimpft werden.
Für unsere Hericium-Fertigkultur eignet sich zur Fruchtung ein eher kühler Standort von etwa 12–18 °C. Bei geeigneten Bedingungen können sich die ersten Fruchtkörper innerhalb weniger Wochen entwickeln.
Hericium auf Holz züchten
Wer eine längerfristige Kultur im Garten anlegen möchte, kann Hericium auch mit Pilzdübeln auf geeignetem Laubholz kultivieren. Geeignet sind beispielsweise verschiedene Harthölzer wie Buche oder Eiche.
Bei einer Holzkultur dauert es deutlich länger, bis die ersten Fruchtkörper erscheinen. Dafür kann ein erfolgreich besiedeltes Holzstück über einen längeren Zeitraum wiederholt Pilze hervorbringen.
Pom Pom Pilz selbst züchten
Du möchtest den Pom Pom nicht nur kennenlernen, sondern selbst ernten? Unter Hericium findest du unsere verschiedenen Möglichkeiten für die eigene Zucht – von der bereits durchwachsenen Fertigkultur bis zur langfristigen Holzkultur mit Pilzdübeln.
Pom Pom Pilz aus Kultur oder wild sammeln?
Der Igelstachelbart kommt zwar auch in Deutschland wild vor, ist dort jedoch vergleichsweise selten. Wer den Pilz kennenlernen oder in der Küche verwenden möchte, muss deshalb nicht auf Wildbestände zurückgreifen. Hericium erinaceus lässt sich gezielt kultivieren und ist als Zuchtpilz gut geeignet.
Eine Kultur bietet zusätzlich den Vorteil, dass Pilzart und Herkunft eindeutig bekannt sind und der Fruchtkörper unter kontrollierten Bedingungen wachsen kann. Wer den Igelstachelbart in freier Natur entdeckt, kann den seltenen Fund deshalb einfach stehen lassen und sich an seinem ungewöhnlichen Aussehen erfreuen.
Ist der Pom Pom Pilz ein Vitalpilz?
Hericium wird neben seiner Verwendung als Speisepilz auch als sogenannter Vitalpilz angeboten. In ostasiatischen Ernährungssystemen hat der Pilz eine lange Tradition und wird dort seit Jahrhunderten geschätzt und regelmäßig verzehrt. In den letzten Jahren hat Hericium auch im Westen deutlich an Bekanntheit gewonnen und gilt inzwischen als gefragtes „Superfood“, das zunehmend als Pulver, Extrakt oder eben als frischer Kulturpilz nachgefragt wird.
Wissenschaftlich untersucht werden verschiedene Inhaltsstoffe des Pilzes, darunter Polysaccharide sowie weitere pilztypische Verbindungen – die Forschung dazu steht jedoch noch am Anfang, und aus Labor- oder Tierstudien lässt sich nicht automatisch eine Wirkung beim Menschen ableiten. Der Pom Pom Pilz lässt sich deshalb am besten als das genießen, was er zweifelsfrei ist: ein traditionsreicher, ungewöhnlicher Speisepilz mit charakteristischem Fruchtkörper, der sich zunehmender Beliebtheit erfreut.
Wer Hericium probieren möchte, findet unsere BIO Hericium-Kultur sowie weitere Produkte rund um Hericium in unserem Shop.
FAQ zum Pom Pom Pilz
Ist Pom Pom Pilz Hericium?
Ja. Mit Pom Pom Pilz ist in der Regel Hericium erinaceus gemeint. Auf Deutsch heißt die Art Igelstachelbart.
Ist Pom Pom dasselbe wie Lion’s Mane?
Ja. Lion’s Mane ist die englische Bezeichnung für Hericium erinaceus. Pom Pom, Lion’s Mane und Igelstachelbart bezeichnen denselben Pilz.
Wie heißt Pom Pom Pilz auf Deutsch?
Der gebräuchliche deutsche Name lautet Igelstachelbart. Weitere Bezeichnungen sind unter anderem Löwenmähne und Affenkopfpilz.
Warum heißt der Pilz Pom Pom?
Der weiße Fruchtkörper besitzt zahlreiche lange herabhängende Stacheln und erinnert dadurch optisch an einen Pompon beziehungsweise einen weißen Puschel.
Kann man den Pom Pom Pilz essen?
Ja. Hericium erinaceus ist ein Speisepilz und wird auch gezielt als Kulturpilz angebaut. Für die Küche eignen sich besonders junge und frische Fruchtkörper.
Wie schmeckt der Pom Pom Pilz?
Der Geschmack ist mild und aromatisch. Besonders charakteristisch ist die feste, faserige Konsistenz. Geschmacksvergleiche reichen je nach Zubereitung von leicht nussigen Noten bis zu Assoziationen mit Geflügel oder Meeresfrüchten.
Kann man den Pom Pom Pilz selbst züchten?
Ja. Der Pom Pom Pilz lässt sich als Hericium-Fertigkultur oder auf geeignetem Laubholz kultivieren. Alle Möglichkeiten findest du unter Hericium selbst züchten.
Auf welchem Holz wächst der Pom Pom Pilz?
Der Igelstachelbart wächst auf Laubholz. Besonders häufig wird er mit Buche und Eiche in Verbindung gebracht. Diese Hölzer eignen sich auch für entsprechende Holzkulturen.
Wo wächst der Pom Pom Pilz in der Natur?
Wild wächst der Igelstachelbart vor allem an alten, abgestorbenen oder geschwächten Laubbäumen in strukturreichen Wäldern.
Ist der Pom Pom Pilz selten?
Ja. Der Igelstachelbart gilt in Deutschland als vergleichsweise selten. Wildfunde sollten deshalb geschont werden.
Hericium mit seiner zarten, fleischigen Textur – einfach zuhause selbst ernten.

