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Inokulation

pilzduebel-inokulationIn der Pilzzucht bezeichnet Inokulation das gezielte Einbringen von Pilzsporen oder Myzel auf ein vorbereitetes Substrat, um die gewünschte Pilzkultur zu starten. Dieses Vorgehen ist auch als "Beimpfen" bekannt. Es stellt sicher, dass sich der Pilz optimal entwickeln kann und unerwünschte Mikroorganismen im Substrat möglichst wenig Chancen zur Konkurrenz haben. Je nach Pilzart und Anbaumethode wird das Myzel auf Substrate wie Holz, Stroh oder andere Nährböden aufgetragen.

Beispielsweise werden für die Zucht auf Holz Pilzdübel (mit Myzel durchwachsene Holzdübel) in Baumstämme geimpft. Daraufhin kann sich das Pilzgeflecht in dem Stämmen ausbreiten und schließlich Fruchtkörper ausbilden.

Inokulation ist jedoch nicht ausschließlich auf die Pilzzucht beschränkt. Der Begriff findet auch Anwendung in anderen mikrobiellen Kulturen, etwa in der Landwirtschaft, Medizin und Mikrobiologie, wo Mikroorganismen zur Anreicherung von Böden, zur Fermentation oder in Impfstoffen eingesetzt werden. In all diesen Bereichen zielt die Inokulation darauf ab, das Wachstum spezifischer Mikroorganismen in einer kontrollierten Weise zu fördern.


Was bedeutet Beimpfen bei Pilzen?

Inokulation und Beimpfen bezeichnen in der Pilzzucht denselben grundlegenden Vorgang: Lebendes Pilzmaterial wird mit einem neuen Nährmedium beziehungsweise Substrat in Kontakt gebracht, damit das Myzel dieses anschließend besiedeln kann. In der praktischen Speisepilzzucht wird dafür meist bereits wachsendes Myzel verwendet. Dieses kann beispielsweise auf Getreide, Holzdübeln oder in einer sterilen Nährlösung vorliegen.

Auch Pilzsporen können grundsätzlich zur Inokulation eingesetzt werden. Für die eigentliche Substratkultur hat bereits etabliertes Myzel jedoch entscheidende Vorteile: Es muss nicht erst keimen, wächst schneller weiter und besitzt bereits die Eigenschaften des ausgewählten Pilzstamms.

Inokulation einfach erklärt

Ausgangskultur: lebendes Pilzmyzel

Inokulation: Myzel wird auf beziehungsweise in ein neues Substrat eingebracht

Kolonisation: Myzel breitet sich vom Impfmaterial in das Substrat aus

Fruchtung: Nach erfolgreicher Besiedlung entstehen unter geeigneten Bedingungen die eigentlichen Pilze


Welche Methoden der Inokulation gibt es?

Welche Methode sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, welches Material beimpft werden soll. Ein Baumstamm wird anders inokuliert als Stroh oder ein steriler Substratblock.

Impfmaterial Was ist das? Typische Anwendung Schwierigkeitsgrad
Impfdübel Mit Pilzmyzel durchwachsene Holzdübel Baumstämme, Stubben und andere Holzmethoden Einfach
Körnerbrut Mit Myzel vollständig besiedelte Getreidekörner Stroh, Holzspäne, Pilzbeete, Kaffeesatz und viele weitere Substrate Einfach bis mittel
Myzelspritze Spritze mit einer Flüssigkeit, in der lebendes Myzel verteilt ist Steriles Getreide oder andere sterile Nährmedien Mittel bis anspruchsvoll
Flüssigkultur Lebendes Pilzmyzel in einer sterilen flüssigen Nährlösung Vermehrung von Myzel und Beimpfung steriler Nährmedien Anspruchsvoll

austernpilz-duebelInokulation mit Impfdübeln

Impfdübel gehören zu den einfachsten Möglichkeiten, Pilze auf Holz anzusiedeln. Dabei handelt es sich um kleine Holzdübel, die bereits vollständig mit dem Myzel der gewünschten Pilzart besiedelt sind. Für die klassische Stammkultur werden passende Löcher in frisches, geeignetes Holz gebohrt und die Impfdübel vollständig eingeschlagen. Anschließend werden die Impfstellen verschlossen, damit sie vor Austrocknung und Verunreinigungen geschützt sind.

Vom Dübel aus wächst das Myzel anschließend langsam in das umliegende Holz hinein. Der große Vorteil dieser Methode liegt in ihrer einfachen Handhabung. Da ein Baumstamm ein vergleichsweise nährstoffarmes und natürliches Substrat darstellt, muss bei der Inokulation im Freien zwar sauber, aber nicht unter sterilen Laborbedingungen gearbeitet werden. Je nach Pilz- und Holzart kann es anschließend mehrere Monate bis über ein Jahr dauern, bis das Holz ausreichend besiedelt ist und erstmals Fruchtkörper entstehen.

austernpilz-koernerbrutInokulation mit Körnerbrut

Körnerbrut besteht aus Getreidekörnern, die vollständig von Pilzmyzel durchwachsen wurden. Jedes einzelne Korn dient nach dem Beimpfen als neuer Ausgangspunkt für das Wachstum.Das ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber einem einzigen großen Stück Myzel: Werden die Körner möglichst gleichmäßig im Substrat verteilt, beginnt die Besiedlung an vielen Stellen gleichzeitig. Dadurch kann das neue Substrat wesentlich schneller durchwachsen werden.

Körnerbrut eignet sich je nach Pilzart beispielsweise für Stroh, Holzspäne, Pilzbeete, Kaffeesatz, lose Holzsubstrate und zahlreiche weitere lignocellulosehaltige Materialien. Die konkrete Wahl und Vorbereitung des Substrats behandeln wir ausführlich in unserem Lexikonbeitrag zum Pilzsubstrat.

Warum sollte Körnerbrut gleichmäßig verteilt werden?

Wird die gesamte Pilzbrut nur an einer Stelle eingebracht, muss das Myzel von dort aus das komplette Substrat durchwachsen. Werden die einzelnen Körner dagegen im gesamten Material verteilt, entstehen viele unabhängige Startpunkte. Die Abstände, die das Myzel bis zur vollständigen Besiedlung überwinden muss, werden dadurch wesentlich kleiner.

Eine zügige Kolonisation ist zusätzlich hilfreich, weil konkurrierende Mikroorganismen weniger Zeit erhalten, unbesiedelte Bereiche des Substrats für sich zu nutzen. Für unsere Körnerbrut haben wir eine eigene ausführliche Anleitung erstellt, in der die Beimpfung von Holz, Stroh, Pilzbeeten und Kaffeesatz Schritt für Schritt erklärt wird.

Zur ausführlichen Körnerbrut-Anleitung →

Inokulation mit einer Myzelspritze

Eine Myzelspritze enthält lebendes Pilzmyzel, das in einer Flüssigkeit verteilt und in einer sterilen Spritze abgefüllt wurde. Über eine sterile Kanüle kann dieses Myzel gezielt in ein vorbereitetes Gefäß oder einen Substratbeutel eingebracht werden. Besonders praktisch sind dafür Beutel oder Gläser mit einem sogenannten Injektionsport, der nach dem Durchstechen wieder weitgehend dicht abschließt.

Im Gegensatz zu Körnerbrut bringt die Myzelspritze nur eine kleine Menge zusätzliches Material in das eigentliche Substrat ein. Der entscheidende Punkt ist jedoch die Hygiene: Myzelspritzen werden überwiegend zur Beimpfung steriler und häufig sehr nährstoffreicher Medien eingesetzt. Gelangen dabei gleichzeitig Schimmelsporen oder Bakterien in das Gefäß, finden auch diese hervorragende Wachstumsbedingungen vor. Deshalb sollte mit Myzelspritzen deutlich sauberer gearbeitet werden als beispielsweise beim Einsetzen von Impfdübeln in einen Baumstamm.

Myzelspritze oder Sporenspritze – was ist der Unterschied?

Die Begriffe werden gelegentlich verwechselt, beschreiben jedoch zwei unterschiedliche Ausgangsmaterialien. Eine Myzelspritze enthält bereits wachsendes Pilzmyzel. Dieses kann nach der Inokulation unmittelbar weiterwachsen. Eine Sporenspritze enthält dagegen Pilzsporen. Diese müssen zunächst keimen und miteinander kompatible Hyphen müssen sich verbinden, bevor sich ein kräftiges Myzel entwickeln kann.

Hinzu kommt ein genetischer Unterschied: Eine Myzelkultur ist eine bereits ausgewählte Kultur. Bei der Keimung von Sporen entstehen dagegen neue genetische Kombinationen, deren Wachstumseigenschaften und Fruchtkörper nicht vollständig vorhersehbar sind. Für eine möglichst reproduzierbare Speisepilzzucht werden deshalb häufig etablierte Myzelkulturen beziehungsweise daraus hergestellte Pilzbrut verwendet.

Inokulation mit Flüssigkultur

Eine Flüssigkultur – häufig auch als Liquid Culture bezeichnet – besteht aus einer sterilen flüssigen Nährlösung, in der lebendes Pilzmyzel wächst. Das Myzel bildet darin kleine Fäden, Flocken oder zusammenhängende Strukturen und kann sich bei geeigneten Bedingungen relativ schnell vermehren. Anschließend lässt sich ein Teil der Flüssigkultur mit einer sterilen Spritze entnehmen und zur Beimpfung eines neuen sterilen Mediums verwenden.

Myzelspritze und Flüssigkultur – ist das nicht dasselbe?

Nicht ganz. Flüssigkultur bezeichnet die eigentliche Kulturform: Pilzmyzel wächst in einer sterilen flüssigen Nährlösung. Myzelspritze bezeichnet dagegen vor allem die Darreichungsform. Ein Teil einer Flüssigkultur kann beispielsweise in eine sterile Spritze aufgezogen und anschließend als Myzelspritze verwendet werden.

Eine Myzelspritze kann somit Flüssigkultur enthalten – die Begriffe beschreiben jedoch nicht exakt dasselbe. Flüssigkulturen eignen sich besonders zur schnellen Vermehrung einer bereits vorhandenen Pilzkultur. Gleichzeitig stellen sie höhere Anforderungen an steriles Arbeiten. Eine Kontamination ist in einer Flüssigkeit zudem nicht immer sofort mit bloßem Auge zu erkennen. Eine klar beziehungsweise unauffällig aussehende Flüssigkultur ist deshalb allein noch kein sicherer Nachweis dafür, dass sie frei von Fremdorganismen ist.


Holz, Stroh oder steriles Substrat inokulieren – was ist anders?

Der grundlegende Vorgang bleibt immer gleich: Pilzmyzel wird mit einem neuen Material in Kontakt gebracht. Wie sauber dabei gearbeitet werden muss, unterscheidet sich jedoch erheblich.

shiitake

Anbaumethode Typisches Impfmaterial Anforderung an Hygiene
Baumstamm

Impfdübel Körnerbrut

Sauberes Arbeiten genügt in der Regel; keine sterile Umgebung erforderlich
Stroh / Pilzbeet Vor allem Körnerbrut Saubere Hände, Gefäße und Arbeitsflächen; Sterilität normalerweise nicht notwendig
Sterilisiertes, nährstoffreiches Substrat Körnerbrut, Myzelspritze oder Flüssigkultur Sehr saubere bis sterile Arbeitsweise erforderlich

Der Unterschied liegt vor allem im Konkurrenzdruck. Auf einem Baumstamm oder einem vergleichsweise nährstoffarmen Substrat können viele Mikroorganismen nur langsam wachsen. Steriles Getreide oder stark angereicherte Substrate sind dagegen für zahlreiche Pilze und Bakterien ideale Nährmedien. Schon wenige eingetragene Fremdorganismen können sich dort schnell vermehren.

Wie verschiedene Substrate vorbereitet, pasteurisiert oder sterilisiert werden, erklären wir deshalb getrennt in unserem Beitrag zum Pilzsubstrat.


myzel-dübelSauberes Arbeiten bei der Inokulation

Wie streng die Hygienemaßnahmen sein müssen, hängt immer von der verwendeten Methode ab. Trotzdem gibt es einige Grundregeln, die bei nahezu jeder Inokulation sinnvoll sind.

Hygiene-Checkliste vor der Inokulation

✓ Hände gründlich waschen
Vor Beginn Hände und gegebenenfalls Unterarme reinigen.

✓ Saubere Arbeitsfläche verwenden
Alte Substratreste, Erde und sichtbare Verschmutzungen vorher vollständig entfernen.

✓ Impfmaterial kontrollieren
Pilzbrut beziehungsweise Kultur nicht verwenden, wenn deutliche ungewöhnliche Verfärbungen, Schimmel oder auffälliger Geruch erkennbar sind.

✓ Werkzeuge reinigen beziehungsweise sterilisieren
Welches Verfahren notwendig ist, hängt davon ab, ob offen, sauber oder steril gearbeitet wird.

✓ Substrat vollständig abkühlen lassen
Wurde ein Substrat zuvor erhitzt, darf die Pilzbrut erst eingebracht werden, wenn keine für das Myzel schädlichen Temperaturen mehr vorhanden sind.

✓ Verpackungen erst unmittelbar vor Verwendung öffnen
Je kürzer steriles beziehungsweise sauberes Material der Umgebung ausgesetzt ist, desto geringer ist das Kontaminationsrisiko.

✓ Ruhig und zügig arbeiten
Alle benötigten Materialien vorher bereitlegen und offene Gefäße möglichst schnell wieder verschließen.

✓ Pilzbrut gleichmäßig verteilen
Viele gut verteilte Impfstellen ermöglichen eine schnellere Besiedlung des neuen Substrats.


pilzduebel-handWie viel Pilzbrut sollte man zum Beimpfen verwenden?

Die notwendige Impfmenge hängt vom verwendeten Substrat, der Pilzart, der Brutform und den Kulturbedingungen ab. Eine universelle Prozentangabe für sämtliche Methoden wäre deshalb nicht sinnvoll. Grundsätzlich gilt jedoch: Mehr gut verteilte, vitale Pilzbrut erzeugt mehr Ausgangspunkte für das Wachstum. Das Substrat kann dadurch schneller besiedelt werden.

Entscheidend ist nicht nur die Gesamtmenge, sondern insbesondere die Verteilung. Ein großer Klumpen Körnerbrut an einer Stelle erzeugt wesentlich weniger räumlich verteilte Wachstumspunkte als dieselbe Menge gleichmäßig im Substrat verteilt. Bei Impfdübeln gilt dasselbe Prinzip: Die Bohrlöcher sollten so über das Holz verteilt sein, dass das Myzel von mehreren Stellen gleichzeitig in den Stamm hineinwachsen kann.


Inokulation, Inkubation und Fruchtung – was ist der Unterschied?

Diese drei Begriffe beschreiben aufeinanderfolgende Phasen der Pilzzucht und werden deshalb häufig verwechselt.

Phase Bedeutung Was passiert?
Inokulation Beimpfung Pilzmyzel wird mit einem neuen Substrat in Kontakt gebracht
Inkubation Durchwachsphase Das Myzel breitet sich im Substrat aus und erschließt dessen Nährstoffe
Fruchtung Bildung der Fruchtkörper Unter geeigneten Bedingungen entstehen Primordien und schließlich die sichtbaren Pilze

Eine erfolgreiche Inokulation bedeutet daher noch nicht, dass sofort Pilze wachsen. Zunächst muss sich das Myzel im neuen Substrat etablieren und dieses ausreichend besiedeln.

Welche Bedingungen braucht das Myzel nach der Inokulation?

Direkt nach der Beimpfung beginnt die Inkubations- beziehungsweise Durchwachsphase. Welche Temperatur und wie viel Zeit dafür benötigt werden, hängt stark von Pilzart und Substrat ab. Viele Speisepilzmyzelien wachsen während dieser Phase bei mäßig warmen Temperaturen schneller als später während der Fruchtung.

Wichtig sind vor allem eine ausreichende Feuchtigkeit im Substrat, eine für die Pilzart geeignete Temperatur, Schutz vor Austrocknung, ein gewisser Gasaustausch, möglichst geringe Kontamination und ausreichend Zeit für die vollständige Besiedlung. Licht spielt für das reine Myzelwachstum vieler klassischer Zuchtpilze eine wesentlich geringere Rolle als später bei der Fruchtkörperbildung. Die konkreten Bedingungen unterscheiden sich jedoch zwischen den Arten. Deshalb sollten immer die Angaben zur jeweiligen Pilzkultur berücksichtigt werden.

Woran erkennt man eine erfolgreiche Inokulation?

holz-inokulationDas erste sichtbare Zeichen ist bei vielen Methoden weißes Myzel, das sich von den Impfstellen in das umliegende Substrat ausbreitet. Bei Körnerbrut entstehen beispielsweise zunächst weiße Bereiche rund um die einzelnen Getreidekörner. Mit fortschreitender Besiedlung werden diese größer und verbinden sich miteinander. Bei Holz ist der Erfolg wesentlich schwieriger zu beobachten, da sich ein großer Teil des Wachstums unsichtbar im Inneren des Stammes abspielt.

Typische Zeichen für eine erfolgreiche Inokulation

✓ Myzel wächst von den Impfstellen aus weiter

✓ Weiße Myzelbereiche werden mit der Zeit größer

✓ Immer größere Teile des Substrats werden zusammenhängend besiedelt

✓ Das Substrat riecht angenehm pilzig beziehungsweise erdig

✓ Keine auffälligen grünen, schwarzen oder andersfarbigen Fremdbeläge entstehen

Weißes Wachstum allein ist allerdings noch kein absoluter Beweis für gesundes Pilzmyzel. Auch verschiedene Fremdpilze können zunächst weiß erscheinen. Farbige, pudrige Beläge, ungewöhnlich schnell wachsende abgegrenzte Kolonien, schleimige Bereiche oder unangenehm säuerliche beziehungsweise faulige Gerüche können auf eine Kontamination hindeuten.

Wie gesundes Myzel von Schimmel und anderen Fremdorganismen unterschieden werden kann, behandeln wir ausführlich in unserem Lexikonbeitrag zur Kontamination.

Was tun, wenn nach der Inokulation nichts wächst?

Bleibt sichtbares Wachstum aus, bedeutet das nicht bei jeder Methode sofort, dass die Inokulation fehlgeschlagen ist. Bei einem Baumstamm kann sich das Myzel beispielsweise über Monate im Inneren ausbreiten, ohne außen deutlich sichtbar zu werden. Bei schnell durchwachsenden losen Substraten sollte dagegen nach einiger Zeit ein Fortschritt erkennbar sein.

Mögliche Ursachen für ausbleibendes Wachstum sind ungeeignete Temperaturen, zu trockenes Substrat, zu viel Wasser und dadurch Sauerstoffmangel, ein ungeeignetes Substrat für die verwendete Pilzart, geschädigte oder nicht mehr vitale Pilzbrut, zu große Abstände zwischen den Impfstellen oder konkurrierende Mikroorganismen. Bevor eine Kultur entsorgt wird, sollte deshalb immer berücksichtigt werden, welche Pilzart und welche Zuchtmethode verwendet wurden. Während Körnerbrut auf einem lockeren Substrat oft innerhalb weniger Wochen deutliche Fortschritte zeigt, ist die Besiedlung eines Baumstamms ein wesentlich längerer Prozess.

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