Häufige Fragen: Pilzbeet-Sets

Das Pilzbeet-Set ist auch für Anfänger geeignet. Der Anbau von Pilzen gelingt damit auch ohne jegliches Vorwissen. In der beigelegten Anbau-Anleitung erfahren Sie alles, was Sie bei der Zucht wissen und beachten sollten.

Innerhalb der ersten zwei Monate nach dem Anlegen des Pilzbeets sollte die Kultur keinem Frost ausgesetzt sein. Wir empfehlen, das Pilzbeet zwischen März und Oktober anzulegen.

Das Set besteht aus Substratblöcken und Pilzdübeln. Die Dübel können im Kühlschrank bei +2°C bis +6°C für ungefähr 12 Monate gelagert werden. Bei der Lagerung der Substratblöcke sollte lediglich darauf geachtet werden, dass sie keiner Feuchtigkeit ausgesetzt sind.

Die Fertigkulturen bestehen aus Substrat, das bereits fachmännisch vorbereitet und mit Pilzmyzel durchwachsen ist. Hier wachsen die Pilze also schon innerhalb von wenigen Wochen. Zudem können diese Pilzkulturen sowohl im Haus als auch im Garten aufgestellt werden.

Bei den Pilzbeet-Sets erhalten Sie das Substrat und das Pilzmyzel separat, sodass Sie die Pilzkultur selbst im Garten anlegen. Bis zur ersten Ernte braucht es dabei etwas mehr Geduld, allerdings können Sie sich dabei auch auf reichliche Ernteerträge über einen längeren Zeitraum freuen.

Beim Anlegen der Pilzkultur sollte darauf geachtet werden, dass der Standort möglichst schattig und windgeschützt ist. Ideal wäre ein Platz unter Büschen oder Laubbäumen. Plätze in unmittelbarer Nähe von Nadelgehölz sind für das Pilzbeet nicht geeignet. Hier werden keine Pilze wachsen.

Die Pilze wachsen in mehreren Erntewellen. Bei guten Bedingungen können sie sich über Ernteerträge verteilt über einen Zeitraum von 2-3 Jahren oder teilweise auch länger freuen.

Je nach Anlagezeitraum und Witterungsbedingungen wachsen die ersten Pilze nach ca. 6-12 Monaten. Die Fruchtkörper zeigen sich zwischen Februar und November, wenn die benötigte Wachstumstemperatur der Pilzart gegeben ist.

Wir empfehlen, das Pilzbeet ausschließlich an geeigneten Plätzen im Garten anzulegen. Dabei können Sie sich an den Hinweisen der beigelegten Anleitung orientieren. Wenn ein Pilzbeet für Sie nicht möglich ist, können Sie auch auf eine unserer anderen Zuchtmethoden für das Haus oder den Garten zurückgreifen.

Ein regelmäßiges Versorgen der Kultur ist in der Regel nicht notwendig. Allerdings sollte die Pilzkultur bei Temperaturen von -10°C mit Reisig, Laub oder etwas Vergleichbarem geschützt werden. Bei Dauerregen sollte das Pilzbeet ebenfalls abgedeckt werden. In besonders trockenen Phasen ist es sinnvoll, die Pilzkultur gelegentlich zu gießen. 

Nicht nur Sie, sondern auch Schnecken freuen sich auf die Pilzernte. Unbemerkt fressen Sie schon kleine Pilze auf und verhindern so, dass Sie Ihre Pilze ernten können. Daher ist es wichtig, die Pilzkultur ausreichend vor Schnecken zu schützen.

Grundsätzlich ist ein Pilzbeet als Anbaumethode sehr ertragssicher. Allerdings gibt es einige Dinge zu beachten, überprüfen Sie bitte was in Ihrem Fall in Frage kommen könnte. Voraussetzung für einen Erfolg ist, dass die Anleitung befolgt wurde.

Überprüfen Sie bitte vorab ob das weiße Pilzgeflecht ins Substrat eingewachsen ist. Hierfür bitte einfach mit einem Spaten senkrecht einstechen und den Aushub genauestens kontrollieren. Sind weiße, oft sehr feine Pilzfäden zu erkennen, wachsen auch noch Pilze! Auch ein angenehmer Pilzgeruch ist ein positives Indiz. In diesem Fall liegt das Problem mit Sicherheit an Schnecken (siehe weiter unten)! Ist das Substrat grau und riecht muffig ist es abgestorben. In diesem Fall lesen Sie bitte, was der Grund sein könnte.

Wenn es innerhalb kurzer Zeit (je nach Temperatur 2-3 Wochen) nach dem Anlegen sehr stark, oder sehr lange regnet, kann dies zum Absterben des noch im Wachstum befindlichen Pilzmyzels führen. Optimal ist es die Anlage in diesem Fall vorher abzudecken (z.B. Folie).

Demzufolge ist auch das (regelmäßige) Gießen des Pilzbeets nur schädlich, da das Pilzmyzel regelrecht erstickt! Erst nach etwa 3 Monaten, wenn also frühestens die ersten Pilze zu erwarten sind, sollte die Luftfeuchtigkeit hoch sein. Dies kann auch künstlich mit einer Folienhaube (mindestens 30cm Abstand zum Boden) oder durch kurzes Besprühen der Umgebung erreicht werden. Ein ständiges direktes Beregnen des Pilzbeets ist eher schädlich. Auch eine möglichst schattige Lage unter Büschen / Bäumen führt zur vorteilhaften hohen Luftfeuchtigkeit. Pilze wachsen auch ohne Gießen, nämlich dann, wenn die Natur für (Luft)-Feuchtigkeit sorgt, exakt wie im Wald!

Wurde das Pilzbeet zu nahe an Nadelgehölz gepflanzt, kann der Pilz nicht wachsen. Die Beschaffenheit des Bodens ist nicht optimal für das Pilzwachstum der Kulturpilze. Achten Sie bitte bereits bei der Anlage des Pilzbeets auf einen passenden Standort.

Schnecken mögen Pilze besonders gern – der Duft des Myzels zieht sie regelrecht an. Oft kommen sie nachts oder nach einem Regenschauer, wenn man gerade nicht hinschaut, und knabbern dabei auch die kleinen Pilzköpfe an. Damit Sie lange Freude an Ihrem Pilzbeet haben, empfehlen wir, diese am besten schon beim Anlegen gut vor Schnecken zu schützen.

Gerade in der Anfangsphase kann es zudem vorkommen, dass sich Fremdpilze im Beet ansiedeln. Diese verschwinden in der Regel wieder, sobald sich das Myzel der Zuchtpilze durchgesetzt hat und die eigentlichen Fruchtkörper erscheinen.

Beim Anbau von Braunkappen gibt es noch eine weitere Möglichkeit, warum die Fruchtkörper nicht wie erwartet aussehen:
Es gibt zwei Pilzarten, die unter dem Namen „Braunkappe“ bekannt sind, nämlich den Kulturträuschling (Stropharia rugosoannulata) und den Maronen-Röhrling (Imleria badia). Mit unserem Pilzbeet-Set züchten Sie den Kulturträuschling – einen Pilz mit Lamellen. Röhrlinge können leider nicht gezüchtet werden.